Natur- und Artenschutzkonzepte/-maßnahmen
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Biotopverbund für Lemgo stärken – Ausgleichsflächen für Natur und Landschaft
Das Ausgleichsflächen- und Biotopverbundkonzept bündelt für ganz Lemgo eine Strategie, wie neue Kompensationsflächen Natur und Landschaft wirklich voranbringen. Aufbauend auf vorhandenen Lebensräumen werden für Wald und Offenland Biotopverbundnetze analysiert, Lücken und Kerngebiete identifiziert und 120 Potenzialräume abgegrenzt. Daraus werden 45 besonders geeignete Bereiche priorisiert und mit konkreten Maßnahmen verknüpft: Waldmehrung, Extensivgrünland, Feldgehölze, Blühstreifen, Ufergehölze sowie Streuobstwiesen. So entsteht ein Werkzeug, mit dem zukünftige Eingriffe räumlich passend ausgeglichen und zugleich Biodiversität, Klimaanpassung und Gewässerschutz gestärkt werden. -

Mehr Sonne für den Burghang, Vlotho – offene Hänge, Zauneidechsen und neue Ausblicke
Am Südosthang der Burg Vlotho soll der stark bewaldete Burghang abschnittsweise wieder geöffnet werden. Ziel sind sonnenexponierte Offenflächen und halboffene Weidelandschaften als Lebensraum für Zauneidechsen und andere wärmeliebende Arten. Gleichzeitig werden historische Gartenstrukturen, Mauern und Sichtachsen zur Weser erlebbar gemacht und die Wanderwege Apothekerweg und Coringweg touristisch aufgewertet. Erhaltenswerte Laubwälder mit Altbäumen bleiben ungestört, Nadelholzbestände werden zu Laubwald umgebaut. Beweidung und Mahd, Strukturangebote wie Stein- und Totholzhaufen sowie ein Monitoring sichern langfristig Natur- und Erholungsfunktionen. -

Hüggel naturnah gestalten – Wälder, Fledermäuse und Kammmolche im Einklang
Der Managementplan für „Hüggel, Heidhornberg und Roter Berg“ bündelt Maßnahmen zum Schutz artenreicher Schwermetallrasen, magerer Mähwiesen, naturnaher Buchen- und Auenwälder sowie bedeutender Fledermausquartiere. Geplant sind Mahd, Entbuschung, Offenbodenpflege, Waldentwicklung mit mehr Alt- und Totholz, neue Amphibiengewässer und die Sicherung zahlreicher Stollen. Besucherlenkung, Ranger, Neophytenbekämpfung und Waldrandpflege sollen Nutzungsdruck und Störungen verringern. So werden Lebensräume für Kammmolch, Hirschkäfer, Fledermäuse und viele weitere Arten langfristig stabilisiert. -

Silberberg schützen – Magerrasen, Buchenwälder und Fledermäuse im Einklang entwickeln
Der Managementplan für das Gebiet Silberberg bündelt Maßnahmen zum Erhalt seltener Magerrasen, Schwermetallrasen, Heideflächen und naturnaher Buchenwälder sowie bedeutender Fledermausquartiere und eines Uhu-Brutplatzes. Kern sind extensive Beweidung und Mahd, Entbuschung, Offenbodenpflege, Waldentwicklung mit mehr Alt- und Totholz sowie die Sicherung alter Stollen als Winterquartiere. Neophytenbekämpfung, Waldrandpflege, Besucherlenkung und Müllbeseitigung mindern Störungen. Monitoring und angepasste Finanzierung stellen sicher, dass die wertvollen Lebensräume trotz Klimawandel langfristig in gutem Zustand bleiben. -

Basiserfassung für das FFH-Gebiet „Grasmoor“
Im Grasmoor wurden Biotop- und Lebensraumtypen systematisch erfasst, um eine naturverträgliche Entwicklung zu planen. Das Gebiet umfasst ein Mosaik aus Mooren, Heiden, nährstoffarmen Gewässern, Nasswiesen und bodensauren Eichenwäldern. Hauptprobleme sind ein gestörter Wasserhaushalt, beginnende Verbuschung, Nährstoffeinträge und teils ungeeignete forstliche Nutzung. Empfohlen werden Wiedervernässung, Schließen oder Anstauen von Gräben, regelmäßige Entkusselung, angepasste Mahd und Beweidung, Rücknahme standortfremder Gehölze sowie der gezielte Aufbau naturnaher Eichenwälder, um die seltenen Lebensräume langfristig zu sichern.
