Ökologische Dienstleistungen und Kartierungen
Wir begleiten Ihr Vorhaben als Sachverständige für naturschutzfachliche Fragestellungen in Form von Kartierungsarbeiten vor und während der Planung sowie in Form von ökologischer Begleitung während der Bauphase und nach Fertigstellung Ihres Projektes. In Kooperation mit der Fakultät für Biologie der Universität Bielefeld bieten wir Exkursionen und Seminare zum Thema Biologie, Landschafts- und Umweltplanung an.
- Vegetationskundliche und faunistische Kartierungen und Gutachten
- Umweltbaubegleitung
- Monitoring
- Grünflächen- und Baumkataster
- Ökologische Wissensvermittlung
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Windpark Diepholzer Bruch – Repowering mit Rücksicht auf Natur und Landschaft
Im Süden von Diepholz sollen fünf ältere Windenergieanlagen durch fünf leistungsstärkere Anlagen ersetzt und drei zusätzliche errichtet werden. Die neuen Anlagen steigern die Stromerzeugung deutlich, verursachen aber Flächenversiegelung, stärkere Eingriffe ins Landschaftsbild sowie Risiken für Vögel, Fledermäuse, Böden und Wasserhaushalt. Schall- und Schattenwerte werden durch Betriebsmodi und Abschaltautomatik begrenzt. Ein umfangreicher landschaftspflegerischer Begleitplan sieht Hecken, Feldgehölze, extensives Grünland, Feuchtbiotope, Rückbau alter Wege und rastvogeloptimierte Bewirtschaftung vor, um Lebensräume aufzuwerten und die Eingriffe in Natur und Landschaft fachgerecht zu kompensieren. -

Freiflächenphotovoltaik Krukum – Solarstrom mit Hecken, Blänken und Extensivgrünland
Für ein rund 10 Hektar großes Acker und Grünlandareal bei Krukum wird der Flächennutzungsplan geändert, um eine Freiflächenphotovoltaikanlage zu ermöglichen. Die Module werden aufgeständert, Versiegelung bleibt gering, Niederschlagswasser versickert weitgehend vor Ort. Intensiv genutzte Flächen werden zu extensivem Grünland mit Hecken, Blühstreifen und Kleingewässern umgebaut. Ein Umweltbericht bewertet Auswirkungen auf Arten, Böden, Wasser, Landschaft und Mensch und zeigt, dass Eingriffe intern kompensiert und Lebensräume für Wiesenbrüter durch zusätzliche Maßnahmen verbessert werden. -

Freiflächenphotovoltaik im Grünland – Energiepark Bennien mit naturnaher Gestaltung
Im Osten von Melle Bennien entsteht ein kombinierter Energiepark aus Freiflächen Solaranlage und repowerter Windenergieanlage. Die bisher intensiv genutzten Grünland und Ackerflächen werden zu extensivem Grünland mit Hecken, Blänken und Krautsäumen umgestaltet. Die Module stehen hoch aufgeständert, Bodenversiegelung wird minimiert, Niederschlagswasser versickert vor Ort. Ein Umweltbericht prüft Auswirkungen auf Arten, Böden, Wasser, Landschaft und Mensch und zeigt, dass Eingriffe durch interne Aufwertungsmaßnahmen vollständig ausgeglichen und teils positive Effekte für Biodiversität erreicht werden. -

Mehr Sonne für den Burghang, Vlotho – offene Hänge, Zauneidechsen und neue Ausblicke
Am Südosthang der Burg Vlotho soll der stark bewaldete Burghang abschnittsweise wieder geöffnet werden. Ziel sind sonnenexponierte Offenflächen und halboffene Weidelandschaften als Lebensraum für Zauneidechsen und andere wärmeliebende Arten. Gleichzeitig werden historische Gartenstrukturen, Mauern und Sichtachsen zur Weser erlebbar gemacht und die Wanderwege Apothekerweg und Coringweg touristisch aufgewertet. Erhaltenswerte Laubwälder mit Altbäumen bleiben ungestört, Nadelholzbestände werden zu Laubwald umgebaut. Beweidung und Mahd, Strukturangebote wie Stein- und Totholzhaufen sowie ein Monitoring sichern langfristig Natur- und Erholungsfunktionen. -

Waldnahes Wohnen und nachhaltige Nachverdichtung in der Buschkampsiedlung, Bielefeld-Senne
In der Buschkampsiedlung wird eine geordnete Nachverdichtung bestehender Wohngebiete umgesetzt, um Wohnraum zu schaffen und den Bestand zu sichern. Ziel ist die Schließung von Baulücken, sozialer Wohnungsbau und die Verbesserung der Infrastruktur, insbesondere für Familien. Konflikte bestehen vor allem im Verlust von Gehölzen, Versiegelung, Stadtklima, Starkregenrisiken und Lärm. Durch Maßnahmen wie Dachbegrünung, Erhalt von Bäumen, Schallschutz und artenschutzrechtliche Vorgaben werden erhebliche Umweltauswirkungen vermieden. Die waldartige Quartiersstruktur und wertvolle Biotope bleiben weitgehend erhalten. -

Hüggel naturnah gestalten – Wälder, Fledermäuse und Kammmolche im Einklang
Der Managementplan für „Hüggel, Heidhornberg und Roter Berg“ bündelt Maßnahmen zum Schutz artenreicher Schwermetallrasen, magerer Mähwiesen, naturnaher Buchen- und Auenwälder sowie bedeutender Fledermausquartiere. Geplant sind Mahd, Entbuschung, Offenbodenpflege, Waldentwicklung mit mehr Alt- und Totholz, neue Amphibiengewässer und die Sicherung zahlreicher Stollen. Besucherlenkung, Ranger, Neophytenbekämpfung und Waldrandpflege sollen Nutzungsdruck und Störungen verringern. So werden Lebensräume für Kammmolch, Hirschkäfer, Fledermäuse und viele weitere Arten langfristig stabilisiert. -

Silberberg schützen – Magerrasen, Buchenwälder und Fledermäuse im Einklang entwickeln
Der Managementplan für das Gebiet Silberberg bündelt Maßnahmen zum Erhalt seltener Magerrasen, Schwermetallrasen, Heideflächen und naturnaher Buchenwälder sowie bedeutender Fledermausquartiere und eines Uhu-Brutplatzes. Kern sind extensive Beweidung und Mahd, Entbuschung, Offenbodenpflege, Waldentwicklung mit mehr Alt- und Totholz sowie die Sicherung alter Stollen als Winterquartiere. Neophytenbekämpfung, Waldrandpflege, Besucherlenkung und Müllbeseitigung mindern Störungen. Monitoring und angepasste Finanzierung stellen sicher, dass die wertvollen Lebensräume trotz Klimawandel langfristig in gutem Zustand bleiben. -

Basiserfassung für das FFH-Gebiet „Grasmoor“
Im Grasmoor wurden Biotop- und Lebensraumtypen systematisch erfasst, um eine naturverträgliche Entwicklung zu planen. Das Gebiet umfasst ein Mosaik aus Mooren, Heiden, nährstoffarmen Gewässern, Nasswiesen und bodensauren Eichenwäldern. Hauptprobleme sind ein gestörter Wasserhaushalt, beginnende Verbuschung, Nährstoffeinträge und teils ungeeignete forstliche Nutzung. Empfohlen werden Wiedervernässung, Schließen oder Anstauen von Gräben, regelmäßige Entkusselung, angepasste Mahd und Beweidung, Rücknahme standortfremder Gehölze sowie der gezielte Aufbau naturnaher Eichenwälder, um die seltenen Lebensräume langfristig zu sichern.
