Abgeschlossene Projekte im Überblick. Suchen sie bestimmte Projekte, lohnt sich ein Blick auf unsere Leistungsübersicht.
Projekte
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Waldnahes Wohnen und nachhaltige Nachverdichtung in der Buschkampsiedlung, Bielefeld-Senne
In der Buschkampsiedlung wird eine geordnete Nachverdichtung bestehender Wohngebiete umgesetzt, um Wohnraum zu schaffen und den Bestand zu sichern. Ziel ist die Schließung von Baulücken, sozialer Wohnungsbau und die Verbesserung der Infrastruktur, insbesondere für Familien. Konflikte bestehen vor allem im Verlust von Gehölzen, Versiegelung, Stadtklima, Starkregenrisiken und Lärm. Durch Maßnahmen wie Dachbegrünung, Erhalt von Bäumen, Schallschutz und artenschutzrechtliche Vorgaben werden erhebliche Umweltauswirkungen vermieden. Die waldartige Quartiersstruktur und wertvolle Biotope bleiben weitgehend erhalten. -

Windenergie in Holtwick – neue Anlage mit Rücksicht auf Wald, Arten und Erholung
Der Bericht prüft die Umweltwirkungen einer neuen Windenergieanlage in Haltern-Holtwick. Die Anlage steht auf Ackerland am Rand großer Waldgebiete. Untersucht werden Schall, Schattenwurf, Auswirkungen auf Menschen, Tiere, Böden, Wasser, Landschaft und Kulturlandschaft. Hauptkonflikte betreffen Fledermäuse, Greifvögel, Bodenschutz und Landschaftsbild. Vorgesehen sind Abschaltzeiten für Fledermäuse und Greifvögel, boden- und wasserschonende Bauweisen, Begrenzung der versiegelten Flächen sowie Waldumbau als Ausgleich. Die Erholungsnutzung bleibt überwiegend erhalten; das Landschaftsbild wird lokal deutlich, im weiteren Umfeld moderat verändert. -

Hüggel naturnah gestalten – Wälder, Fledermäuse und Kammmolche im Einklang
Der Managementplan für „Hüggel, Heidhornberg und Roter Berg“ bündelt Maßnahmen zum Schutz artenreicher Schwermetallrasen, magerer Mähwiesen, naturnaher Buchen- und Auenwälder sowie bedeutender Fledermausquartiere. Geplant sind Mahd, Entbuschung, Offenbodenpflege, Waldentwicklung mit mehr Alt- und Totholz, neue Amphibiengewässer und die Sicherung zahlreicher Stollen. Besucherlenkung, Ranger, Neophytenbekämpfung und Waldrandpflege sollen Nutzungsdruck und Störungen verringern. So werden Lebensräume für Kammmolch, Hirschkäfer, Fledermäuse und viele weitere Arten langfristig stabilisiert. -

Silberberg schützen – Magerrasen, Buchenwälder und Fledermäuse im Einklang entwickeln
Der Managementplan für das Gebiet Silberberg bündelt Maßnahmen zum Erhalt seltener Magerrasen, Schwermetallrasen, Heideflächen und naturnaher Buchenwälder sowie bedeutender Fledermausquartiere und eines Uhu-Brutplatzes. Kern sind extensive Beweidung und Mahd, Entbuschung, Offenbodenpflege, Waldentwicklung mit mehr Alt- und Totholz sowie die Sicherung alter Stollen als Winterquartiere. Neophytenbekämpfung, Waldrandpflege, Besucherlenkung und Müllbeseitigung mindern Störungen. Monitoring und angepasste Finanzierung stellen sicher, dass die wertvollen Lebensräume trotz Klimawandel langfristig in gutem Zustand bleiben. -

Mehr Wald im Gewerbegebiet – Düfelsieks Wäldchen dauerhaft gesichert
Die 3. Änderung des Bebauungsplans „Gewerbegebiet Düfelsiek“ sichert das bisher nur faktisch geschützte Düfelsieksche Wäldchen dauerhaft. Die bisher als Gewerbefläche ausgewiesene, überwiegend von alten Eichen und Buchen geprägte Gehölzinseln werden in öffentliche Grünflächen mit der Zweckbestimmung „Naturnahes Feldgehölz“ umgewandelt. Bauliche Nutzungen und Versiegelung sind weitgehend ausgeschlossen, Pflegeeingriffe auf die Verkehrssicherheit begrenzt. Im Saumbereich werden gestufte Waldmäntel mit Strauch- und Staudensaum entwickelt. Damit wird ein wichtiges Trittsteinbiotop im stark versiegelten Gewerbegebiet erhalten und ein lokaler Beitrag zu Klimaschutz, Artenvielfalt und Aufenthaltsqualität geleistet. -
Mehr Wohnraum am Bach – behutsame Nachverdichtung an der Papiermühle
Der Bebauungsplan „Papiermühle“ ordnet ein bestehendes Wohnquartier in Hanglage am Oeseder Bach neu und ermöglicht eine maßvolle Nachverdichtung. Vorgesehen sind allgemeine Wohngebiete mit klar geregeltem Maß der Nutzung, Gebäudehöhen und Bauweise. Eine neue Erschließungsstraße bindet zusätzliche Häuser an und entlastet den sensiblen Gewässerraum, der durch Grünstreifen und Pflanzgebote geschützt und ökologisch aufgewertet wird. Stellplätze, Garagen und Tiefgaragen werden gestalterisch gebündelt, um Versiegelung und Zersiedelung zu begrenzen. So entsteht mehr zeitgemäßer Wohnraum, ohne den Bachlauf und die Quartiersgestalt zu überlasten. -

Basiserfassung für das FFH-Gebiet „Grasmoor“
Im Grasmoor wurden Biotop- und Lebensraumtypen systematisch erfasst, um eine naturverträgliche Entwicklung zu planen. Das Gebiet umfasst ein Mosaik aus Mooren, Heiden, nährstoffarmen Gewässern, Nasswiesen und bodensauren Eichenwäldern. Hauptprobleme sind ein gestörter Wasserhaushalt, beginnende Verbuschung, Nährstoffeinträge und teils ungeeignete forstliche Nutzung. Empfohlen werden Wiedervernässung, Schließen oder Anstauen von Gräben, regelmäßige Entkusselung, angepasste Mahd und Beweidung, Rücknahme standortfremder Gehölze sowie der gezielte Aufbau naturnaher Eichenwälder, um die seltenen Lebensräume langfristig zu sichern.
